Seehofer und die Affäre Maaßen

Wie so schön formulierte neulich Carolin Kebekus auf einer Antirassismus-Demo in Köln: „Seehofer, Deine Mutter ist die Mutter aller Probleme!“

Erst blockierte der Bundesinnenminister Seehofer wochenlang die Koalitionsbildung, dann kam sein Schweigen zu Chemnitz und jetzt die Affäre Maaßen. Der Präsident des Verfassungsschutzes maßte sich an, ein Video, das eindeutig einen Hetzjagd auf zwei Afghanen in Chemnitz zeigte und von Bundeskanzlerin Merkel zitiert war, öffentlich als Fälschung darzustellen, ohne Beweise zu liefern. Eigentlich als Oberhaupt eines Sicherheitsorgans muss er immer mit Evidenzen kommen, bevor er irgendeine haltlose Äußerung tätigt. Das ist er der Öffentlichkeit gänzlich schuldig geblieben und wie alle anderen rechten Politiker, die immer mit einer Peinlichkeit in der Öffentlichkeit hinterher aufräumen müssen, sagte er: man habe ihn falsch verstanden. Das habe er so nicht gemeint. Von wegen! Aber man fragt sich ferner sowieso, warum er sich überhaupt äußern muss. Denn er muss in seiner Funktion neutral bleiben.

Nun aber nach heftigen Protesten aus allen politischen Lagern und aus der Gesellschaft kommt sein Hausherr, der Bundesminister Seehofer und wirft ihn aus der Behörde hinaus, nein hinauf in sein Ministerium. Er wird für dieses skandalöse Verhalten befördert und erhält zudem noch höheres Gehalt, also von B9 mit einem Gehalt von 11577 € auf B11 mit einem Gehalt von 14157 €. Da ist in Sachen Peinlichkeit kaum zu überbieten.

Es ist abzuwarten, wann demnächst der Elefant Seehofer nochmal durch den Berliner Porzellanladen rennt